Schaustellerkultur auf Volksfesten in Deutschland als Immaterielles Kulturerbe anerkannt

UNESCO-Kommission würdigt über 1.200 Jahre gewachsene und gelebte Tradition

Für die Nürnberger Schausteller, organisiert im Süddeutschen Schaustellerverband, ist dies eine ganz besondere Freude, kommt die Nachricht doch zum Auftakt des Jubiläumsjahres, in dessen Verlauf wir 200 Jahre Nürnberger Herbstvolksfest feiern.

Lorenz Kalb, Vorsitzender des Süddeutschen Schaustellerverbandes, nimmt wie folgt Stellung:

„Heute ist ein ganz besonderer Tag – für uns, für unsere Schaustellerfamilien und für alle, die das Nürnberger Volksfest lieben. Die „Schaustellerkultur auf Volksfesten in Deutschland“ wurde offiziell als Immaterielles Kulturerbe anerkannt. Eine Auszeichnung, die uns mit großer Freude und auch mit Stolz erfüllt. Denn was hier gewürdigt wird, ist weit mehr als ein Festbetrieb: Es ist eine über 1.200 Jahre gewachsene Tradition, die bis heute lebendig ist – getragen von Generation zu Generation, von Herzblut, Handwerk und echter Leidenschaft.“

Mehr als ein Fest – ein Stück gelebte Kultur!

Denn Volksfeste wie das Nürnberger Volksfest sind Orte der Begegnung. Hier kommen Menschen zusammen – unabhängig von Herkunft, Alter oder Geldbeutel. Hier wird gemeinsam gelacht, gefeiert und erlebt. Oder, wie es treffend heißt: Volksfeste sind die „letzten gesellschaftlichen Lagerfeuer unserer Zeit“. Genau das macht ihren besonderen Zauber aus:

  • echte Begegnungen statt digitaler Distanz
  • Tradition und Innovation Seite an Seite
  • vertraute Klassiker und neue Attraktionen

Kalb fährt fort:

„Jahr für Jahr begrüßen Volksfeste in Deutschland rund 200 Millionen Gäste – ein eindrucksvoller Beweis für ihre Bedeutung in unserer Gesellschaft. Diese Anerkennung gehört vor allem den Schaustellerinnen und Schaustellern. Sie sind die Träger dieser einzigartigen Kultur. Mit ihrem Wissen, ihrem handwerklichen Können und ihrer Leidenschaft gestalten sie unsere Volksfeste – und geben all das von Generation zu Generation weiter. Ohne sie gäbe es keine leuchtenden Fahrgeschäfte, keine vertrauten Düfte von gebrannten Mandeln und keine unvergesslichen Volksfestmomente.“

Die Nürnberger Schausteller erreicht diese Freudenbotschaft mitten in den Vorbereitungen zum Frühlingsfest, das heuer drei Wochen dauern wird: Am Samstag, dem 4. April geht es los!