Absicherung für Alleinerziehende – Verbraucherinformation der ERGO Group

Worauf alleinerziehende Eltern beim Versicherungsschutz achten sollten

Absicherung für Alleinerziehende - Verbraucherinformation der ERGO Group

Trotz der steigenden Kosten sollten Alleinerziehende nicht am falschen Ende sparen. (Bildquelle: ERGO Group)

Die steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten machen den Deutschen aktuell zu schaffen. Besonders hart treffen die hohen Preise auch alleinerziehende Eltern. Um ihre Ausgaben zu senken, suchen viele von ihnen nach Möglichkeiten, Geld zu sparen. Laufende Versicherungen zu kündigen, ist allerdings meist keine gute Idee. Warum die richtige Absicherung von Kind und Kegel vor allem für Alleinerziehende wichtig ist und worauf sie dabei achten sollten, erklären die Experten der ERGO Versicherung. Sie erläutern auch Spar- und Unterstützungsmöglichkeiten.

Private Haftpflichtversicherung: ein Muss

Eine Haftpflichtversicherung ist für jeden unentbehrlich. „Hierauf sollten Alleinerziehende auf keinen Fall verzichten“, so Peter Schnitzler, Versicherungsexperte von ERGO. „Denn sie kommt für Personen-, Sach- und Vermögensschäden bei Dritten auf, die Eltern oder Kinder verursachen.“ Schießt der Nachwuchs beim Spielen den Fußball in das Fenster des Nachbarn oder streift er ein parkendes Auto mit dem Fahrrad, ist das schnell mit hohen Kosten verbunden, die ein großes Loch in die Familienkasse reißen können. Manche Anbieter schließen Kinder automatisch mit ein, während andere spezielle Familientarife anbieten. Der Nachwuchs ist dann meist bis zum Abschluss des Studiums oder der Ausbildung mitversichert – unabhängig vom Wohnort. Übrigens: „Auch wenn Kinder unter 7 Jahren als deliktunfähig gelten, ist es gut, wenn sie in den Versicherungsschutz miteingeschlossen sind“, rät Schnitzer. „So können Eltern Ärger mit den Geschädigten vermeiden. Denn auch der Schutz bei unberechtigten Ansprüchen Dritter ist eine Leistung der Haftpflichtversicherung.“

Vorsorge für den Ausfall im Job

Für die Versorgung der kleinen Familie steht Alleinerziehenden meist nur ein Einkommen zur Verfügung. Fällt es aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls plötzlich weg, ist das besonders hart. Denn die staatliche Absicherung in Form der Erwerbsminderungsrente reicht im Alltag oft nicht aus. „Alleinerziehende sollten daher zusätzlich über den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) nachdenken“, so Oliver Horn, Vorsorgeexperte von ERGO. Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn Versicherte ihren Beruf nicht mehr ausüben können.

Risikolebensversicherung: Mehr Sicherheit für den Nachwuchs

Wer allein für seine Kinder verantwortlich ist, sollte sich auch über eine Absicherung für den Ernstfall Gedanken machen. „Damit der Nachwuchs beim Tod des Elternteils zumindest finanziell abgesichert ist, ist der Abschluss einer Risikolebensversicherung sinnvoll“, erläutert Horn. Das Geld können Kinder dann beispielsweise für den Lebensunterhalt, Ausbildung oder Studium nutzen. Der Experte rät zudem auch bei vorhandenen Immobiliendarlehen oder Krediten zum Abschluss der Versicherung. Wichtig dabei: Auf eine ausreichende und bedarfsgerechte Versicherungssumme achten.

Hab und Gut absichern: Hausratversicherung nötig?

Zerstört Feuer oder ein Rohrbruch das Mobiliar, ist das für kleine Familien eine häufig nicht zu stemmende, zusätzliche finanzielle Belastung. „Daher sollten Alleinerziehende auch bei der Hausratversicherung besser nicht sparen“, so Schnitzler. Muss im Schadenfall beispielsweise eine neue Küche her, ist das mit hohen Anschaffungskosten verbunden, für die eine Hausratversicherung aufkommt. Schnitzler rät Eltern, nach einem Umzug oder dem Auszug des Partners Wohnungsgröße und Wert der versicherten Gegenstände anzupassen, um so möglicherweise Beiträge zu sparen. Aber Vorsicht: Beim Sparen nicht übertreiben. Wer bei der Versicherung zu wenig angibt, ist im Schadenfall sonst möglicherweise unterversichert. Übrigens: Wenn der Nachwuchs flügge wird, ist sein Hausrat so lange über die Hausratversicherung der Alleinerziehenden versichert, bis er selbst berufstätig ist oder heiratet. Und das unabhängig von Alter und Wohnort.

Staatliche Unterstützung nutzen

Wird das Geld knapp, sollten sich die Betroffenen nicht scheuen, Unterstützungsangebote in Anspruch zu nehmen. Geringverdiener, die ihr Kind alleine großziehen, haben zum Beispiel die Möglichkeit, zusätzlich zum Kindergeld einen Kinderzuschlag bei der Familienkasse zu beantragen. Seit Juli 2022 liegt dieser bei monatlich 229 Euro pro Kind und er muss alle sechs Monate neu beantragt werden. Das geht ganz einfach online – zum Beispiel auf der Website der Bundesagentur für Arbeit. Wer keine oder unregelmäßige Unterhaltszahlungen erhält, hat zudem Anspruch auf Unterhaltsvorschuss. Diesen können Alleinerziehende beim zuständigen Jugendamt beantragen. Darüber hinaus bietet das Jobcenter oder Sozialamt noch weitere Unterstützungsangebote. Um einen Überblick zu erhalten, kann es für interessierte Eltern sinnvoll sein, ein Beratungsgespräch zu vereinbaren.

Alternativmöglichkeit: Beiträge aussetzen oder kürzen

Um eine Kündigung von Verträgen bei finanziellen Engpässen zu vermeiden, können Alleinerziehende bei manchen Versicherungen die monatlichen Beiträge reduzieren oder pausieren. „Viele Berufsunfähigkeitsversicherer bieten zum Beispiel eine sogenannte Stundung der Beiträge an“, so Horn. „Wer kann, gleicht die Differenz später wieder aus, ansonsten würden die Leistungen sinken.“ Wer die Beiträge komplett aussetzt, muss sich in jedem Fall auf eine geringere Berufsunfähigkeitsrente einstellen. Auch bei der Risikolebensversicherung sind beide Varianten möglich. Eine Beitragsfreistellung empfiehlt der Vorsorgeexperte hier jedoch nicht, da die verbleibende Leistung meist sehr gering ist. Besser: Den Beitrag absenken und Leistungen anpassen.
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ERGO gehört zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger.

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