Wie lernen Kinder gesundes Essverhalten?

Familienmahlzeiten spielen wichtige Rolle

Wie lernen Kinder gesundes Essverhalten?

Foto: stock.adobe.com / WavebreakmediaMicro (No. 9235)

sup.- Gemeinsame Mahlzeiten im Familienkreis sind eine nicht zu unterschätzende Gesundheitsvorsorge für Kinder. Denn das Miteinander am Esstisch bietet die besten Voraussetzungen, bereits im Kleinkindalter vor künftigen Gewichtsproblemen oder Essstörungen zu schützen. Der möglichst tägliche gemeinsame Treff in lockerer und angenehmer Atmosphäre fördert nicht nur den Familienzusammenhalt, sondern auch die Bereitschaft zu vollständigen Mahlzeiten mit abwechslungsreicher und ausgewogener Kost. Regelmäßigkeit ist dabei ein maßgebliches Kriterium. Kinder sollten so von klein auf lernen, die Ernährung nicht als Nebenbeschäftigung während anderer Aktivitäten zu betrachten. “Nach Möglichkeit sollten gemeinsame Familienmahlzeiten ihren festen Platz im Familienalltag haben,” empfiehlt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): “Vor allem in jungen Jahren übernehmen Kinder hierbei vieles, was sie am Beispiel ihrer Eltern und anderer Familienmitglieder beobachten können.”

Es ist nicht tragisch, wenn Kinder beispielsweise ein bestimmtes Gemüse ablehnen. Das gilt für viele Erwachsene ebenso und kann sich auch schnell wieder ändern. Die Hauptsache ist, dass Gemüse nicht grundsätzlich verschmäht wird. Überhaupt sollten einzelne Speisen weder zum Pflichtprogramm noch zur Verbotszone erklärt werden. Viel wichtiger für eine gesunde Entwicklung ist es, dass die Eltern auf eine insgesamt ausgewogene Ernährung sowie auf die Balance von Kalorienaufnahme und Verbrauch durch Bewegung achten. Welche Rolle dabei das individuelle Wohlbefinden, die persönlichen Geschmackvorlieben und die Funktion des Genießens spielen, hat der Wissenschaftspublizist Detlef Brendel in seinem Buch “Schluss mit Essverboten” (Plassen-Verlag) anschaulich beschrieben.

Unabhängig vom Alter der familiären Esstischrunde gilt: Mahlzeiten sollten nicht als Strafe oder Belohnung eingesetzt werden und beim Essen darf es gerne auch mal lebhaft und fröhlich zugehen. Die Vorbildfunktion fällt deshalb manchen Eltern und besonders Großeltern, die noch mit anderen Benimmregeln aufgewachsen sind, sicherlich nicht leicht. Aber es lohnt sich für alle Beteiligten, wenn das Essen für positive Stimmung sorgt und zum Wohlbefinden beiträgt. Aus diesem Grund sollten schwierige und unangenehme Themen beim Austausch über das am Tag Erlebte ausgeklammert bleiben. “Denn wenn Kinder beim Essen negative Gefühle und Empfindungen haben, übertragen sich diese nur allzu leicht auf das Essen an sich und können ihnen auch längerfristig die Lust am Essen nehmen”, so der Hinweis der BZgA an die Eltern: “Wenn es Probleme gibt, sollten Sie diese deshalb besser zu einem anderen Zeitpunkt und möglichst unter vier Augen klären.”

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