Thierse will mehr Demokratieerziehung in Sportvereinen

Berlin (ots) – Bundestagsvize lehnt Demokratiebekenntnis für Spitzensportler ab

Angesichts des Skandals um die Ruderin Nadja Drygalla hat Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) eine verstärkte Auseinandersetzung mit Rechtsradikalismus auch in Schulen und Sportvereinen gefordert. “Ein bisschen Demokratieerziehung gehört auch mit zu den Aufgaben eines Sportvereins”, sagte Thierse in der rbb-Sendung “THADEUSZ”. “Die Auseinandersetzung mit Rechtsradikalismus ist nicht nur eine Sache von Staat und Polizei, das ist auch etwas Alltägliches, was auch in den Schulen und in den Sportvereinen stattfinden muss.”

Dem Vorschlag des Bundesinnenministeriums, ein so genanntes Demokratiebekenntnis in die Förderrichtlinien für Spitzensportler aufzunehmen, erteile Thierse eine Absage: “Ich halte überhaupt nichts davon, ein solches Bekenntnis zu unterschreiben.”

Die Sendung wurde vorab aufgezeichnet und wird am Dienstag, 14. August, um 22.15 Uhr im rbb Fernsehen ausgestrahlt.

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