Regisseurin Angela Richter nach Besuch bei Assange: Wikileaks-Gründer war sich seiner Vergehen nicht bewusst

Hamburg (ots) – Der in die ecuadorianische Botschaft in London geflüchtete Wikileaks-Gründer Julian Assange sei sich der ihm zur Last gelegten Vergehen nicht bewusst gewesen. Das sagte die Theaterregisseurin Angela Richter in einem Gespräch mit dem Radiosender NDR Kultur. Für ihr im September in der Hamburger Kulturfabrik Kampnagel geplantes Theaterstück “Assassinate Assange” hat sie Julian Assange in den vergangenen Tagen mehrmals in der Botschaft besucht.

“Er gibt zu, dass er sich vielleicht nicht besonders fein benommen hat”, sagte Richter auf NDR Kultur. Insgesamt mache der Botschaftsflüchtling angesichts der Situation einen überraschend ruhigen Eindruck: “Er wirkt viel versöhnter, als man das vielleicht von außen erwarten würde.”

Assange befinde sich in der Botschaft im Kreise mehrerer Assistenten und Computertechniker. Sein Zimmer, sagte Richter auf NDR Kultur, sei bescheiden, klein und dunkel: “Er ist eigentlich seit zwei Monaten ohne Tageslicht.”

Die Theaterregisseurin beschrieb ihren Zugang zur ecuadorianischen Botschaft als völlig problemlos. Im Gespräch habe ihr dann auch Assange keinerlei Beschränkungen auferlegt. Sie habe nichts unterschrieben, aber eine Fülle von Material erhalten, das sie auch öffentlich machen dürfe. Assange habe ihr keinen Maulkorb verpasst. “Ich glaube, er vertraut Menschen immer noch.”

Das vollständige Gespräch mit Angela Richter ist am Donnerstag, 23. August, ab 19.00 Uhr in der Sendung “Journal” auf NDR Kultur zu hören.

Zitate frei bei Nennung NDR Kultur. Rückfragen bitte an: Jürgen Deppe, NDR Kultur, Redaktion Kulturmagazin, Telefon: 0511/988-2320.

23. August 2012

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