Neue OZ: Kommentar zu Parteien / CSU / Klausur

Osnabrück (ots) – Ungewohnt harmonisch

Die bayerische Landtagswahl und die Bundestagswahl, beide im Herbst, werfen ihre langen Schatten voraus. Gewohnt selbstbewusst, jedoch ungewohnt harmonisch präsentierte sich die CSU gestern bei ihrem traditionellen Treffen im Wildbad Kreuth.

Dass es noch vor Weihnachten innerparteilich heftig gerumpelt hat, nachdem Parteichef Horst Seehofer sich abfällig über einige Mitstreiter äußerte, ist jetzt ganz in den Hintergrund gerückt. Aktuell gilt es für die CSU, nach außen ein Bild größtmöglicher Geschlossenheit zu vermitteln.

Punkten will die Partei unter anderem mit Kritik an zu viel Bürokratie in Brüssel und an den Ausgaben für die Beamten und die EU-Kommission. Das klingt zunächst einmal populistisch, wird aber verständlich angesichts der politischen Konkurrenz. Die CSU möchte besonders den Freien Wählern in Bayern den Wind aus den Segeln nehmen, denn deren Vorsitzender Hubert Aiwanger tritt entschieden für eine europakritische Politik ein. Immerhin erhielten die Freien Wähler 2008 bei der Landtagswahl 10,2 Prozent der Stimmen – darunter sicherlich viele von früheren CSU-Stammwählern.

Welchen politischen Kurs Seehofer im Übrigen fährt, ist nicht immer klar erkennbar. Oft genug ist er sehr kurvenreich. Noch ist der bayerische Ministerpräsident in der CSU alternativlos. Aber sollte die in diesem Jahr bei der Landtagswahl herbe Verluste hinnehmen müssen, wäre er der Erste, der Prügel einstecken müsste.

Christof Haverkamp

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
 
Telefon: +49(0)541/310 207 

Ressort Politik:  

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Osnabrück (ots) – Ungewohnt harmonisch

Die bayerische Landtagswahl und die Bundestagswahl, beide im Herbst, werfen ihre langen Schatten voraus. Gewohnt selbstbewusst, jedoch ungewohnt harmonisch präsentierte sich die CSU gestern bei ihrem traditionellen Treffen im Wildbad Kreuth.

Dass es noch vor Weihnachten innerparteilich heftig gerumpelt hat, nachdem Parteichef Horst Seehofer sich abfällig über einige Mitstreiter äußerte, ist jetzt ganz in den Hintergrund gerückt. Aktuell gilt es für die CSU, nach außen ein Bild größtmöglicher Geschlossenheit zu vermitteln.

Punkten will die Partei unter anderem mit Kritik an zu viel Bürokratie in Brüssel und an den Ausgaben für die Beamten und die EU-Kommission. Das klingt zunächst einmal populistisch, wird aber verständlich angesichts der politischen Konkurrenz. Die CSU möchte besonders den Freien Wählern in Bayern den Wind aus den Segeln nehmen, denn deren Vorsitzender Hubert Aiwanger tritt entschieden für eine europakritische Politik ein. Immerhin erhielten die Freien Wähler 2008 bei der Landtagswahl 10,2 Prozent der Stimmen – darunter sicherlich viele von früheren CSU-Stammwählern.

Welchen politischen Kurs Seehofer im Übrigen fährt, ist nicht immer klar erkennbar. Oft genug ist er sehr kurvenreich. Noch ist der bayerische Ministerpräsident in der CSU alternativlos. Aber sollte die in diesem Jahr bei der Landtagswahl herbe Verluste hinnehmen müssen, wäre er der Erste, der Prügel einstecken müsste.

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