Nürnberg: Installation „When Saturday comes“ von Silke Wagner leuchtet wieder

Die Leuchtinstallation „When Saturday comes“ der Frankfurter Künstlerin Silke Wagner ist wieder in Nürnberg sichtbar. Sie war ursprünglich Teil diverser Kunstprojekte zur Fußball-WM 2006, montiert am Frauentorturm am Zugang zur Altstadt. An der Kohlenhofstraße hat der Eigentümer Aurelis das ehemalige Verwaltungsgebäude des Hauptgüterbahnhofs saniert. An die Schmalseite des Gebäudes, dass jetzt „Kohlektiv“ heißt, ist nun das leuchtende Kunstwerk mit Ausrichtung zum Steinbühler Tunnel installiert.

Da die denkmalgeschützte Fassade des Frauentorturms nur für die Zeit der Weltmeisterschaft zur Verfügung stand, hat die Stadt Nürnberg nach mehr als 16 Jahren nun einen adäquaten Platz für die Neon-Installation gefunden. „Damals war ‚Das Große Rasenstück‘ das zentrale Werk der Stadt Nürnberg und des Deutschen Fußballbundes in der Nürnberger Altstadt. Andere Werke – nicht zu Letzt das Stuhl-Projekt ‚Auf Wiedersehen‘ von Olaf Metzel um den Schönen Brunnen – sind in Erinnerung vieler Nürnberger geblieben“, so Kulturbürgermeisterin Prof. Julia Lehner anlässlich der Wieder-Eröffnung der Neon-Objekte.

„Diese Arbeit von Silke Wagner ist besonders vielschichtig. ‚When Saturday Comes‘ zeigt Motive aus dem Bereich Fußball, die kritische Aspekte am ‚System Fußball‘ sowohl in der sozialen als auch bei der politischen Entwicklung markieren“, so Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich. Neben Portraits von Diego Maradona oder Johann Cruyff wird der Fußballspieler Justin Fashanu gezeigt, der in den 1980er Jahren für Nottingham Forest spielte und sich als erster Profi zu seiner Homosexualität bekannte und daraufhin entlassen wurde. Cesar Luis Menotti gewann als Trainer mit Argentinien 1978 die Weltmeisterschaft und verweigerte bei der Pokalübergabe demonstrativ dem Diktator General Videla den Handschlag, auch hierzu findet sich eine Chiffre im Kunstwerk. 1985 verloren 39 Fans im Heysel-Stadion in Brüssel (Belgien) ihr Leben. Liverpool-Fans stürmten damals einen neutralen Sektor. Dabei stürzte eine Wand ein. Auch dies wird in Silke Wagners Arbeit thematisiert.

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