Medienversorgung statt Mietersorgen

Medienversorgung statt Mietersorgen
Die Firmengruppe Gerlach ist ein traditionsreiches Familienunternehmen. Der gebürtige Hannoveraner Theo Gerlach gründete 1959 sein erstes Wohnungsbau-Unternehmen und realisierte erste Bauvorhaben in Hannover, München und auf Norderney. 1963 wurde dann die Gerlach Bau GmbH gegründet, die seit 1976 den Firmennamen Gerlach Wohnungsbau GmbH trägt. Das Wohnungsbauunternehmen mit Standorten in Hannover, Hamburg und Gran Canaria gehört zu den bekanntesten und größten Bauträgern in Norddeutschland. Einige Zahlen: bis heute hat Gerlach Wohnungsbau mehr als 5.000 Wohnungs- und Gewerbeeinheiten, über 1.200 Reihenhäuser und 350 Ferienwohnungen realisiert. Darüber hinaus zeichnet Gerlach Wohnungsbau für sieben Hotelanlagen in Deutschland und auf den Kanarischen Inseln verantwortlich. Die Theo Gerlach Hausverwaltung GmbH verwaltet rund 3.000 Wohnungen in Hannover, Hamburg, Berlin und Heidelberg.

Medienversorgung stärkt Marke
“Unsere gesamte Unternehmensphilosophie ist darauf ausgerichtet unseren Kunden eine Immobilie bereitzustellen, die dauerhaft wertbeständig ist”, so Klaus Bremer, Theo Gerlach Hausverwaltung GmbH.

Was die Einstellung zu einer individuellen, digitalen Medienversorgung anbelangt, war man anfänglich eher skeptisch. Sei es, dass die digital-analoge Versorgung als ausreichend empfunden wurde, sei es, dass die vielen Programme doch ohnehin niemand nutze, oder sei es, dass eine unbequeme, zweite Fernbedienung auf jeden Fall nötig ist. In Summe: viel zu kompliziert.

“Dank teilweise markiger Werbe- und Informationskampagnen ist das Thema hochaufgelöstes Fernsehen seit Jahren in den Köpfen der Bevölkerung präsent. Bis “schärfer als die Realität” aber auf dem heimischen Fernsehgerät ankommt, sind einige grundlegende Schritte zu beachten. Wie, vor allem für die Anbieter von Gemeinschaftsanlagen und die einzelnen Nutzer, wurde nicht ganz so klar an den Verbraucher kommuniziert”, so Andreas Partie, Geschäftsführer der atn Partie GmbH.

Bis zur endgültigen Abschaltung der analogen Signale bleiben jetzt nur noch wenige Wochen. Seit Beginn des Jahres präsentieren diverse Sender, Plattformen, Hersteller und Medien neuerlich auf das magische Datum Ende April ausgerichtete Informationskampagnen. Aber die jüngsten Zahlen zeigen, dass in etwa 2 Millionen Haushalte immer noch keine Maßnahmen zur Umrüstung der Empfangsanlagen getroffen haben. Dazu gehören überraschenderweise nicht nur Privathaushalte, sondern Unternehmen der Wohnungswirtschaft, Seniorenwohnanlagen Krankenhaus- und Hotelketten.

Die Umsetzung in der Praxis
Trotz der ursprünglichen Bedenken hat sich die Theo Gerlach Hausverwaltung GmbH frühzeitig genug mit dem Thema auseinandergesetzt und Ende 2011 bereits mit der Umrüstung der Satellitenanlage im Hinrichsring in Hannover begonnen, dem letzten Baustein zur kompletten digitalen Medienversorgung in den betroffenen Wohneinheiten.

“Allerdings gab es aus unserer Sicht einige Besonderheiten zu beachten, die sich zum einen aus den baulichen Gegebenheiten und technischen Voraussetzungen ergeben haben, zum anderen haben wir in der Anlage eine heterogene Mieterstruktur aus Eigentümern und Mietern”, kommentiert Bremer.
Bei den Vorgesprächen kristallisierten sich verschiedene Anforderungen und Wünsche heraus, die man zur Zufriedenheit aller Mieter berücksichtigen wollte.
“Wir hatten uns im Vorfeld intensiv über den Zeitplan zur digitalen Medienversorgung in unseren Objekten verständigt. Bei der Anlage Hinrichsring kamen verschiedene Faktoren zusammen, und wir waren nicht sicher, wann und wie wir am besten umstellen. Neben den rein technischen Gegebenheiten hatten und haben wir die Aufgabe alle Informationen transparent an unsere Eigentümer und Mieter zu kommunizieren.”

Die ursprüngliche Zurückhaltung schien begründet: wie stark würde man in die bestehende Struktur eingreifen müssen und wie viel Zeit würde die eigentliche Umstellung in Anspruch nehmen?
“Wenn wir vor so einer Aufgabe stehen, betrachten wir grundsätzlich die Sichtweisen und berechtigten Ansprüche aller Beteiligten. Wenn nach dem Umbau alle zufrieden sein sollen, ist das immer mehr als Technik. Deswegen planen wir schrittweise mit den jeweiligen Wohnungsbauunternehmen, setzen uns mit den Beiräten und Verwaltern an einen Tisch, und dann vor allem auch mit den Mietern”, skizziert Andreas Partie, Geschäftsführer der atn Partie GmbH, die Vorgehensweise. “Nachdem wir uns mit Gerlach Wohnungsbau und dem zuständigen Verwalter über das grundsätzliche Anforderungsprofil, den Zeitplan, die technischen Grundlagen und den Kostenrahmen verständigt hatten, haben wir verschiedene Informationsangebote direkt für die Mieter konzipiert.”

Der mündige Mieter
Dazu gehörte in diesem Fall ein Inhouse-Workshop in einem der Objekte, so dass die Mieter kurze Wege hatten. Bei dieser Gelegenheit stellten Verwalter und Dienstleister das Konzept und die Eckdaten vor. Neben der reinen Präsentation gab es eine kurze technische Einführung an einer Beispielhardware, mögliche Anschlussoptionen wurden durchgesprochen und die zum Teil drängenden Mieterfragen beantwortet.

Die bestehende Satellitenkopfstelle wurde ersetzt. Die neue Anlage bietet jetzt an jeder Anschlussdose ein Satellitendirektsignal. Andreas Partie veranschaulicht: “Ein Satellitendirektsignal stellt man sich am besten so vor als sehe man durch das Kabel von der Antennensteckdose bis direkt zum Satelliten. Alles, was dort oben angeboten wird, steht dem Zuschauer quasi 1:1 zur Verfügung.”

Das ist gerade mit der geplanten Aufschaltung zahlreicher öffentlich rechtlicher HDTV-Programme ein großer Vorteil.

“Wir stellen fest, dass die meisten Mieter sehr gut informiert sind, sich oft auch schon im Fachhandel haben beraten lassen. Allerdings: viele Fragen tauchen erst auf, wenn unsere Techniker nicht mehr vor Ort sind, oder es nicht ganz klar ist, was kann denn nun mein Fernsehgerät genau oder was passiert, wenn eine neue Komponente installiert wird. Daher bieten wir eine Mietersprechstunde vor Ort an”, so Partie weiter. “Diese wird sehr gut angenommen und im Schnitt von mindestens 20 bis 30 Mietern für individuelle Fragen genutzt. Da wir nicht alle Fragen ohne Inaugenscheinnahme klären können, bieten wir zusätzlich eine Beratung der Mieter in ihren eigenen vier Wänden an.”

Die Lösung
Entsprechend dem beschriebenen Anforderungsprofil wurde die Satellitenanlage eingebaut und auf die Position Astra 19,2° Ost eingerichtet, Als Übertragungsverfahren kommt die Satellitensignal-Direktverteilung, also DVB-S, zum Einsatz.
“Da das alte analoge Signal noch bis zum 30. April 2012 bestehen bleiben sollte, war das nicht ganz so trivial wie es sich liest: das Liniennetz musste zunächst vom Dach bis in den Kellerbereich erstellt und dann von dort aus in alle Häuser geführt werden. Erst danach konnten wir die Verteilerkomponenten für die einzelnen Teilnehmeranschlüsse installieren”, so Matthias Parsick von atn.

Dann wurden die einzelnen Komponenten in Betrieb genommen und vor allem die Signale in der neuen Verteilung zusammen geschaltet: analog, DVB-C, DVB-T, DVB-S und UKW-Radio, das bestehen bleiben sollte. Anschließend wurden die Teilnehmeranschlüsse von der alten auf die neue Verteilung umgestellt, und in den Wohnungen die Hauptanschlussdose ausgetauscht.
Nach der Einspeisung der digitalen Signale in die Kopfstelle, einer letzten Kontrollmessung an der neuen Hauptanschlussdose und einem Programmsuchlauf, steht mit den aktuellen Geräten sofort die digitale Programmvielfalt in SD- und HDTV zur Verfügung.

“Diese Auswahl können sich Auftraggeber und Mieter in einer übersichtlichen Aufstellung abspeichern und ausdrucken, komplett mit allen darin enthaltenen Fernseh- und Radioprogrammen”, erklärt Matthias Parsick.

Damit der Bildschirm aber tatsächlich nicht schwarz bleibt, müssen die Mieter ebenfalls die von ihnen verwendete Technik anpassen. Sie benötigen einen digitalen Satellitenreceiver oder ein Fernsehgerät mit einem integrierten digitalen DVB-S-Empfangsteil. Bis zum 30. April 2012 können noch beide Ausstrahlungsarten empfangen werden. Danach ist allerdings Schluss.
Der Hörfunk wird noch nicht abgeschaltet, zumindest die analoge Übertragung über UKW bleibt vorerst bestehen. Ob und wann dann UKW abgeschaltet wird, ist offen.

“In der Praxis sind die Mieter trotz oder auch wegen der Vielzahl an Informationen verunsichert, und es besteht ein erheblicher individueller Beratungsbedarf”, fügt Parsick hinzu. “Daher arbeiten wir sowohl mit den Wohnungswirtschaften, aber auch mit ausgewählten Fachhändlern zusammen. Soll es bei einer Settop-Box bleiben und noch nicht der neue Fernseher werden, gibt es zum Beispiel vorkonfigurierte Geräte.”

Fazit
“Wir ziehen ein absolut positives Fazit, gerade weil wir zu Beginn nicht nur euphorisch waren. Zum einen sehen wir in der digitalen Medienversorgung einen ganz wesentlichen Baustein für eine werthaltige Immobilie zum anderen bieten wir unseren Eigentümern ein optimales technisches Angebot. Dieses Angebot genauso optimal zu kommunizieren, die Mieter möglichst individuell zu beraten, ist aus unserer Sicht genauso wichtig”, resümiert Klaus Bremer, Theo Gerlach Hausverwaltung GmbH.

“In der Praxis kann sich das neue HD-Fernsehen wirklich sehen lassen. Die Bilder sind gestochen scharf, sämtliche Details zu erkennen. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, wenn ich an die Schneebilder von vorher denke”, so Wolfgang Haubold, einer der Beiräte.

“Sich so zeitnah wie möglich mit dem Wechsel auseinanderzusetzen, liegt im Interesse jedes Mieters. Noch kann mit der vollen Bandbreite an Geräten und Serviceleistungen gerechnet werden. Bei der Installation gibt es aber schon erste Engpässe und die aktuellen Wintertemperaturen hatten die Arbeiten auf dem Dach zusätzlich erschwert”, kommentiert Matthias Parsick abschließend.

Kurzprofil atn Partie GmbH
Das Unternehmen für Kommunikationstechnik besteht seit mehr als 50 Jahren und wird mittlerweile in der dritten Generation jetzt von Andreas Partie geführt. Die alte Gemeinschaftsantennenanlage hat sich zu einer komplexen Struktur für die Multimediaversorgung mit TV, Rundfunk und Übertragung von Diensten wie Internet- und Telefonie-Dienstleistungen entwickelt. atn stellt Lösungen zur Verfügung, die sowohl größtmögliche Flexibilität bei der Auswahl der Signalzuführung als auch beim Transport der unterschiedlichsten Multimediadienste zum Teilnehmer bieten.Dabei konzentriert sich atn auf die Internetversorgung für Gebiete, die über “kein DSL” verfügen, die atn Versorgung für TV Dienste kombiniert mit “High Speed Internet” Diensten sowie die “individuelle Medienversorgung”. Als Internet-Service-Provider steht das Unternehmen aus Isernhagen in hartem Wettbewerb zu überregionalen und internationalen Konzernen. Das Unternehmen ist demgegenüber flexibel und setzt auf den direkten Draht zum Kunden statt eines anonymen Call Centers. Weitere Informationen unter http://www.atn.de.

atn Partie GmbH
Dagmar Schulz
Jordanstrasse 13
30173 Hannover
dschulz@kontaktaufnahme.net
0511 35324692
http://www.atn.de

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