M Menschen Machen Medien 3/2012: Türöffner für Recherche – keine Rabattmarke / Der beschwerliche Weg zur Pressefreiheit / Lebenslügen – Gespräch mit einem Tatort

Berlin (ots) – Die Debatte über Sinn und Unsinn von Journalistenrabatten ist vermutlich so alt wie der Journalistenberuf selbst. Unter dem Eindruck der Wulff-Affäre hat sie in jüngster Zeit an Schärfe gewonnen. Einige Unternehmen wie Air Berlin, Deutsche Bahn und Telekom haben diese Debatte zum Ausstieg aus Sonderkonditionen für Medienvertreter genutzt. Ist ein Journalistenrabatt legitim oder bildet er das Einfallstor zur Korruption? – Dieser Frage geht „M Menschen Machen Medien“ in seiner aktuellen Ausgabe 3 / 2012 nach. Ein Blick nach Österreich zeigt, dass auch unsere Nachbarn das Thema Presserabatte als Gratwanderung in einer Grauzone begreifen.

Alljährlich wird am 3. Mai verstärkt auf die Pressefreiheit aufmerksam gemacht. In vielen Ländern der Welt wird sie von Regierungen oder Kriegsparteien mit Füßen getreten. Journalisten bezahlen die Suche nach der Wahrheit mit dem Leben. M berichtet über gezielte Schüsse auf Journalisten und Filmer in Syrien, den langen und beschwerlichen Weg zu Presse- und Meinungsfreiheit im Ursprungsland der Jasminrevolution Tunesien und die Gefahren kritischer Berichterstattung im somalischen Krieg. In Deutschland ist Pressefreiheit als Grundrecht fixiert. Dennoch schien es jüngst notwendig, ein Gesetz zur Stärkung der Pressefreiheit zu verabschieden. Nun können Journalisten nicht mehr wegen Beihilfe zum Geheimnisverrat verfolgt werden. Damit sei ein „Skandal“ beseitigt worden, sagt Ulrich Janßen, Bundesvorsitzender der Deutschen Journalistinnen und Journalisten-Union (dju) in ver.di, in M. Aber das Ziel eines „umfassenden Schutzes“ journalistischer Arbeit sei noch nicht erreicht.

Heftig wird derzeit über das Urheberrecht, vor allem seine Geltung und Umsetzung im Internet, debattiert. Tatort-Autoren haben sich in einem Offenen Brief an Politik und Netzgemeinde gegen die Gleichsetzung von frei und kostenfrei gewandt und für den Schutz des Urhebers als Eigentümer seiner Werke plädiert. Von Lebenslügen ist die Rede. M sprach darüber mit Drehbuchautor Pim G. Richter.

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