"Es hat das Kommando ,Volle Kraft zurück‘ nie gegeben!" / Die große Dokumentation "Titanic

Köln (ots) – Sie galt als unsinkbar! Doch nur vier Tage nach dem Start ihrer Jungfernfahrt – am 14. April 1912 – kollidierte die Titanic mit einem Eisberg und versank im Atlantischen Ozean. Zum 100. Jahrestag der größten maritimen Katastrophe in der Kreuzschifffahrt des 20. Jahrhunderts zeigt VOX die große Dokumentation „Titanic – Anatomie einer Katastrophe“ (am Freitag, 6.4. um 20:15 Uhr). In der vierstündigen Sendung erzählt SPIEGEL TV die Geschichte der Titanic und zeigt, welche Verkettung von Fehlern zu der Katastrophe geführt hat, die 1.500 Menschen in den Tod riss. Außerdem geht die Dokumentation der Frage nach, was die Schifffahrt aus dem Untergang der Titanic gelernt hat. Warum kann es auch 100 Jahre später zu Katastrophen wie der Havarie der Costa Concordia kommen, bei der bislang mehr als zwei Dutzend Opfer geborgen wurden? Zu Wort kommen u.a. der ehemalige Schiffbau-Konstrukteur der irischen Titanic-Werft Harland Wolff David Livingstone, der Titanic-Experte Claes-Göran Wetterholm und Titanic-Buchautor Wolf Schneider.

Mit einer Länge von 269 Metern und einem Gewicht von 53.000 Tonnen war die Titanic bei ihrer Fertigstellung das damals größte Passagierschiff der Welt. „Sie bauen das größte Schiff der Erde und nach 5 Tagen ist es auf einem völlig stillen Atlantik futsch“, so Autor Wolf Schneider. Tatsächlich dauerte es von der Kollision mit dem Eisberg um kurz vor Mitternacht bis zum Untergang nur etwas mehr als 2 Stunden. „Die Konstrukteure der Titanic haben aber nie behauptet, dass die Titanic unsinkbar sei. Das war tatsächlich eine Erfindung der Presse“, verrät Autorin Barbara Driessen. Die Passagiere fühlten sich auf dem Schiff aber absolut sicher: „Es hieß, das Schiff sei unsinkbar. Wir alle glaubten daran“, berichtet auch Titanic-Überlebende Milvina Dean. Dass die Titanic nach der Kollision sank, ist für Wolf Schneider nicht erstaunlich: „Sie haben ein riesiges Schiff gebaut, mit Stahl so dick wie bei einer Keksdose.“ Doch wie konnte es überhaupt zur Katstrophe kommen? Von wichtigen Eiswarnungen wollte die Crew nach dem Unglück nichts gewusst haben. Doch Autor Nikolaus Zöllner ist sich sicher: „Die Brücke wusste von der Warnung und es wurde letztendlich hinterher unter den Tisch gekehrt.“ Rätselhaft ist auch, warum Kapitän Edward John Smith mit ungebremster Geschwindigkeit auf den Eisberg zufuhr. Denn entgegen der Behauptungen der Reederei, um den Eindruck zu erwecken, man hätte verantwortlich gehandelt, weiß Autorin Susanne Störmer: „Es hat dieses Kommando ,Volle Kraft zurück‘ niemals gegeben.“ Von Fehlern der Crew berichten auch Überlebende der Costa Concordia. „Man hat das Personal da stehen sehen. Die wussten nicht, was sie tun sollten“, so der Überlebende Oliver Tank. Grundsätzlich gilt: Heute wie vor 100 Jahren stehen Reedereien unter hohem wirtschaftlichem Erwartungsdruck. Auch die Kapriolen des Kapitäns der Costa Concordia passen in eine Kreuzfahrtindustrie, die ihren Gästen immer neue Attraktionen verspricht. Wie sicher beziehungsweise unsicher die Kreuzfahrt heute ist und welche neuen Erkenntnisse es über den Untergang der Titanic gibt, zeigt VOX am 6. April um 20:15 Uhr in der großen Dokumentation „Titanic – Anatomie einer Katastrophe“.

Weitere Informationen zur großen Dokumentation finden Sie im VOX-Pressezentrum unter http://kommunikation.vox.de !

Pressekontakt:

Bei Rückfragen: VOX Presse und Kommunikation, Julia Kikillis, Tel.: 
0221/456 - 81505
Bei Fotowünschen: VOX Bildredaktion, Lotte Lilholt, Tel.: 0221/456 - 
81512 

Kommentar verfassen