"Der deutsche Adel" zwischen Tradition und Moderne / Zweiteilige Dokumentation in der Reihe "ZDFzeit"

Mainz (ots) – Wie leben die etwa 80 000 deutschen Adligen, die Nachfahren früherer Herrscherhäuser, in Zeiten der Demokratie? Wie groß ist ihr politischer und wirtschaftlicher Einfluss? Was wissen wir über den Alltag von Prinzen, Fürsten und Baronen? Die zweiteilige Dokumentation “Der deutsche Adel”, die das ZDF am Dienstag, 14. und 28. August 2012, jeweils 20.15 Uhr, in der Reihe “ZDFzeit” ausstrahlt, gibt einen ebenso unterhaltsamen wie informativen Einblick in die weitgehend unbekannte Welt der deutschen Aristokratie. Prominente “Von und Zus” öffnen die Tore ihrer Schlösser und lassen die Zuschauer exklusiv an ihren Traditionen, Pflichten und Privilegien teilhaben.

Der erste Teil, “Das Erbe des Kaisers”, zeigt das Haus Preußen zwischen Tradition und Gegenwart. Als 2011 Georg Friedrich Prinz von Preußen, Ururenkel des letzten deutschen Kaisers, eine Prinzessin von Isenburg heiratet, schwärmen viele vom neuen royalen Glanz: Wäre die Geschichte anders verlaufen, wären die beiden heute Deutschlands Kaiserpaar. Dabei sieht sich der Prinz als Privatmann und Verwalter des kulturellen Erbes der Familie und des Stammsitzes der Familie, Burg Hohenzollern. Das Barvermögen der Familie ist für ein Herrscherhaus eher gering, und doch steht vielen Familienmitgliedern traditionell eine Apanage zu. Ebenso ist bis heute für den Chef des Hauses Preußen die standesgemäße Heirat mit einer Adligen vorgeschrieben. Das Prinzenpaar beschreibt, was es heißt, ein historisches Herrscherhaus zu repräsentieren und gleichzeitig ein modernes Familienleben zu führen.

Von Aristokraten erwartet man, dass sie außer Personal auch vollendete Umgangsformen besitzen, dass sie die Jagd und Pferderennen lieben, konservative Kleidung tragen und elitäre Hobbys pflegen. Wie viel davon ist Klischee, wie viel stimmt wirklich? Worauf legt der deutsche Adel tatsächlich Wert? Diese Fragen greift der zweite Teil der Dokumentation “Von Fürsten, Schlössern und Manieren” auf. Zu Wort kommen unter anderen Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, einst der Paradiesvogel unter Deutschlands Adligen, und Erbprinz Maximilian zu Bentheim-Tecklenburg. Es geht um Etikette, um den Unterhalt der Schlösser, um den Preis von Butlern und das karitative Engagement der Aristokraten.

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