Das Erste: ARD-Chefredakteur Baumann weist den Vorwurf unangemessener Berichterstattung über Aserbaidschan zurück

München (ots) – Thomas Baumann, ARD-Chefredakteur und stellvertretender Programmdirektor des Ersten Deutschen Fernsehens, weist die Kritik des Bundestagsabgeordneten der Grünen, Volker Beck, zurück, die ARD jubele den Eurovision Song Contest (ESC) hoch, ohne über die politische Lage in Aserbaidschan angemessen zu berichten. Baumann: „Herr Beck übersieht offenbar, dass das Erste Deutsche Fernsehen gerade in der jüngeren Vergangenheit mehrfach über Missstände und Demokratiedefizite in Aserbaidschan berichtet hat. Gerade im Umfeld des Vorentscheids ‚Unser Star für Baku‘ haben wir das Augenmerk verstärkt auf die Situation in Aserbaidschan gelenkt. Das werden wir im Umfeld des Finales in Baku natürlich ebenso tun.“

Das Kulturmagazin „Titel, Thesen, Temperamente“ berichtete beispielsweise am 5. Februar 2012 kurz vor dem Viertelfinale von „Unser Star für Baku“ im Ersten über politische Gefangene, Korruption und fehlende Pressefreiheit im Land des diesjährigen Ausrichters des Eurovision Song Contests. Direkt im Anschluss an das Viertelfinale am 9. Februar 2012 wies das Magazin „Kontraste“ eindringlich auf die Missstände in Aserbaidschan hin.

„Wir werden aus der Übertragung im Ersten keine Jubelfeier zugunsten der dortigen Machthaber machen und die politischen Verhältnisse im Ausrichterland weiterhin kritisch begleiten“, versichert ARD-Chefredakteur Thomas Baumann. In der Reihe „Verfolgt! Künstler in Gefahr“ wird im Kulturmagazin „Titel, Thesen, Temperamente“ am 13. Mai mit Azer Cirttan ein Musiker aus Aserbaidschan porträtiert werden, der wegen seiner kritischen Texte in Gefahr war und deshalb ins Exil ging. Die Übertragung des ESC biete auch eine Chance, die Aufmerksamkeit eines internationalen Publikums auf Aserbaidschan und die dortigen Verhältnisse zu richten, so Baumann weiter.

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