Arganöl, Besonderer Geschmack für kalte Speisen

Trotzdem ist Arganöl ein gesundes und gutes Öl, das vielfältige Einsatzmöglichkeiten bietet. Wird es im kosmetischen Bereich eingesetzt, werden die Kerne der Früchte, aus denen das Öl gepresst wird, unbehandelt verarbeitet. Für den Gebrauch in der Küche werden die mandelähnlichen Kerne geröstet, was ihnen ein nussiges Röst-Aroma verleiht.

Doch hier ist auch Vorsicht geboten. Denn es gibt gravierende Qualitätsunterschiede, warnt Matthäus: «Das Problem ist, dass das Öl oftmals traditionell hergestellt wird. Das hat zur Folge, dass auch mikrobielle Prozesse ablaufen können und die Stabilität des Öles nicht besonders ist. Viele Öle, die wir untersucht haben, hatten einen sehr unangenehmen Geschmack. Das ging in Richtung Roquefort-Käse.» Bei manchen Speisen sei das noch gut vorstellbar. «Aber es geht auch in Richtung gammlig, modrig und stichig. Das sind dann tatsächlich Abbaureaktionen aufgrund mangelnder Sorgfalt bei der Herstellung.»

Der Verbraucher kann anhand der Flasche nicht erkennen, ob er ein qualitativ hochwertiges Öl kauft oder nicht. Hier hilft nur durchprobieren und das schmackhafteste Öl finden. Denn natürlich gibt es auch Öle von hervorragender Qualität.

Trotzdem sind der Nutzung in der Küche mit einem hochwertigen Arganöl kaum Grenzen gesetzt. Dennoch empfiehlt Betrand Matthäus die Verwendung für kalte Speisen. Salate, Desserts und andere Köstlichkeiten können durch das feine Nussartige Aroma raffiniert verfeinert werden. Auch zum Kochen und Braten kann das Öl problemlos verwendet werden. Jedoch geht der Geschmack durch das Erhitzen verloren. Das ist allerdings bei nahezu allen Speiseölen so. Da das Arganöl jedoch sehr teuer ist, ist der Einsatz in der kalten Küche

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