Feb 23 2012

Studie: Mobiles Internet öffnet das Tor zur digitalen Gesellschaft

(ddp direct)Berlin, 23. Februar 2012 Die mobile Internetnutzung erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Aktuell greifen bereits 26,5 Prozent der Bevölkerung von unterwegs auf das Internet zu. Knapp 40 Prozent davon würden deutlich häufiger mobil online gehen, wenn die Übertragungsgeschwindigkeiten höher wären als es aktuell der Fall ist. Hier besteht noch großes Potenzial, denn 43,4 Prozent der Befragten können sich bereits heute vorstellen, das Internet ausschließlich über einen mobilen Zugang zu nutzen. Rein wirtschaftlich könnte dies auch umsetzbar sein, denn aktuell sind die Befragten bereit, durchschnittlich 22,30 Euro im Monat für ihren mobilen Internetanschluss zu bezahlen.
Dies sind zentrale Ergebnisse der erstmals veröffentlichten Studie Mobile Internetnutzung – Entwicklungsschub für die digitale Gesellschaft? der Initiative D21, für die TNS Infratest 1.005 Telefoninterviews durchführte.

Smartphones und Tablet-Computer sind Treiber der Entwicklung
Die Entwicklung hin zur mobilen Internetnutzung wird hauptsächlich durch die immer größere Verbreitung der neuesten mobilen Gerätegeneration begünstigt. Mittlerweile besitzen knapp 24 Prozent der Bevölkerung bereits ein Smartphone und fünf Prozent einen Tablet-Computer, obwohl diese erst seit knapp zwei Jahren auf dem Markt sind. Dieser Trend wird sich fortsetzen, denn in den nächsten zwölf Monaten wird sich die Zahl der Tablet-Besitzer voraussichtlich verdoppeln (4,4 Prozent planen eine Anschaffung).
Wer bereits ein entsprechendes mobiles Gerät besitzt, der setzt es auch häufiger zur Internetnutzung ein. Über 57 Prozent der Befragten verbringen dadurch mehr Zeit online als zuvor. Gleichzeitig nutzen Besitzer mobiler Endgeräte bereits alle gängigen Anwendungen mobil, greifen dabei aber auf weniger datenintensive Anwendungen zurück. Dazu gehören insbesondere E-Mails bearbeiten, Internetrecherche oder Nachrichten lesen.

Olaf Reus, Gesamtvorstandsmitglied der Initiative D21 und Director Public Affairs der Huawei Technologies Deutschland GmbH, dazu: Die aktuelle Gerätegeneration bietet mit ihren einfachen Nutzeroberflächen den idealen Einstieg in die digitale Welt. Damit können wir selbst diejenigen erreichen, die bisher mit einer gewissen Skepsis dem Internet gegenüberstanden. Die Entwicklung der digitalen Gesellschaft in Deutschland ist damit ganz entscheidend davon abhängig, wie wir den Zugang zur mobilen Internetnutzung weiter gestalten werden.

Deutliche Unterschiede zwischen Digital wenig Erreichten und Digital Souveränen
Dies belegen auch die Ergebnisse der Studie, wenn auf die Unterschiede zwischen den Digital wenig Erreichten und denjenigen eingegangen wird, die bereits souverän und sicher mit den digitalen Medien umgehen. Als solche Digital Souveräne können laut der Studie Digitale Gesellschaft 2011 der Initiative D21 (www.digitale-gesellschaft.info) erst 38 Prozent der deutschen Bevölkerung bezeichnet werden. Vor dem Hintergrund, dass die Entwicklung der digitalen Gesellschaft in Deutschland aktuell stagniert, knüpft die vorliegende Studie an diese Ergebnisse an und zeigt auf, wie sich mobile Internetnutzung hier auswirkt.

Wenig überraschend ist, dass Digital Souveräne das mobile Internet deutlich häufiger nutzen als Digital wenig Erreichte (47 Prozent zu 14 Prozent). Doch auch bei den Digital wenig Erreichten hat der Besitz eines mobilen Endgerätes Effekte auf die mobile Internetnutzung. Jeder Zweite in dieser Gruppe, der ein Notebook, Smartphone oder einen Tablet-Computer sein Eigen nennt, ist häufiger online als zuvor. Überraschend ist der Betrag, den die Digital wenig Erreichten für einen solchen mobilen Internetzugang bereit sind, durchschnittlich zu bezahlen: 23,70 Euro wäre den aktiven und potenziellen Nutzern dieser Gruppe dies monatlich wert. Das legt den Schluss nahe, dass bei entsprechenden Angeboten diese Gruppe sehr wohl näher an die souveränen Nutzer herangeführt werden kann. Die Digital Souveränen möchten hingegen 21,40 Euro monatlich für ihren mobilen Internetanschluss bezahlen.

Die Zahlen zeigen es deutlich: Wer über entsprechendes Equipment verfügt ist häufiger online und möchte auch die zahlreichen neuen Möglichkeiten des mobilen Internets nutzen. Damit fällt die Hemmschwelle der Nutzung digitaler Medien und die persönliche Medienkompetenz wächst schon alleine durch das reine Ausprobieren. So Robert A. Wieland, Gesamtvorstandsmitglied der Initiative D21 und Geschäftsführer der TNS Infratest GmbH. Wieland weiter: Die Möglichkeiten durch Apps und weitere Dienste sind so reizvoll, dass wir hier deutlich sagen können: Die digitale Gesellschaft von morgen wird eine mobile digitale Gesellschaft sein. Je eher wir die Bedingungen dafür schaffen, desto besser für unsere Gesellschaft und auch den Standort Deutschland.

Mehr Details zur aktuellen mobilen Internetnutzung, weitere Informationen sowie die Studie Mobile Internetnutzung Entwicklungsschub für die digitale Gesellschaft? finden Sie unter www.initiatived21.de/mobile-internetnutzung

Mobile Internetnutzung Entwicklungsschub für die digitale Gesellschaft?
Mobile Internetnutzung Entwicklungsschub für die digitale Gesellschaft? ist eine Studie der Initiative D21, durchgeführt von TNS Infratest und unterstützt durch die Huawei Technologies Deutschland GmbH. Die Studie beleuchtet die aktuelle mobile Internetnutzung in Deutschland und zeigt dabei Details hinsichtlich der Nutzung mobiler Endgeräte, Dienste und Zugangsarten aufgeschlüsselt nach den Nutzertypen aus der Studie Digitale Gesellschaft 2011 auf. Für die Studie wurden 1.005 Telefoninterviews durchgeführt. Weitere Informationen und die Studie sind unter www.initiatived21.de/mobile-internetnutzung abrufbar.

Initiative D21
Die Initiative D21 ist Deutschlands größte Partnerschaft von Politik und Wirtschaft für die Informationsgesellschaft. Sie umfasst ein parteien- und branchenübergreifendes Netzwerk von 200 Mitgliedsunternehmen und -institutionen sowie politischen Partnern aus Bund, Ländern und Kommunen. Ihr Ziel ist es, die digitale Gesellschaft mit gemeinnützigen, wegweisenden Projekten zu gestalten und Deutschland in der digitalen Welt des 21. Jahrhunderts gesellschaftlich und wirtschaftlich erfolgreich zu machen. Weitere Informationen unter www.initiatived21.de

Die Initiative D21 auf Twitter: www.twitter.com/initiatived21

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Daniel Ott
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