Android-Trends 2012

Entwicklungstendenzen

Im Gegensatz zu den Apple-Anwendungen ist Android unbegrenzt vernetzbar und als Software quelloffen, was die Verbreitung und Weiterentwicklung ungemein fördert. Das zeigt die rasante Entwicklung zum Marktführer. Im Jahr 2010 lag der weltweite Marktanteil von Android noch bei 25,5 Prozent, Ende 2011 schon bei rund 53 Prozent. Im Dezember 2011 wurden täglich 700.000 Android-Geräte aktiviert. Eine wichtige Grundlage für den Erfolg sind die standortbezogenen Dienste, die vom Android-Gründer Andy Rubin von vornherein konzipiert worden waren. Schon das erste Android-Handy, das 2008 vorgestellte HTC Dream, konnte auf GPS zugreifen und war mit Bewegungssensoren ausgestattet. Gleichzeitig wächst die Zahl der Android-Anwendungen enorm. Mitte 2010 waren es 90.000, Ende 2011 bereits rund 660.000 Anwendungen, die monatlich um etwa 40.000 zunehmen. Viele wichtige Features sind von vornherein installiert, so der Webbrowser, Google-Maps, SMS, E-Mail, Adressbuch, Musik, Kamera- und Galerie-Apps und API-Demos. Die freien Android-Entwickler können, sofern sie in bestimmten Ländern wohnen (auch Deutschland und Österreich), ihre Software im Android Market und auf weiteren Plattformen verkaufen. Kostenfrei sind etwa 70 Prozent der Android-Software verfügbar. Da Google sein Betriebssystem kostenlos zur Verfügung stellt, ist Android außerordentlich beliebt. Allerdings sah sich der die Google Inc. seit 2009 mit diversen Vorwürfen hinsichtlich verletzter Patente konfrontiert und musste eine Reihe von Rechtsstreitigkeiten ausfechten, unter anderem mit Oracle wegen der Markenrechte an Java. Viele Streitigkeiten wurden über bi- und trilaterale Lizenzvereinbarungen bereinigt, die unter anderem dazu führten, dass Microsoft über Herstellerlizenzen inzwischen zwischen etwa drei bis zwölf Dollar pro Android-Gerät verdient.

Technik-Trends 2012 inklusive Android

Das Jahr 2012 wird eine Reihe von Technik-Trends aufgreifen, die teilweise schon begonnen haben und auch die Verbreitung von Android betreffen, hierzu gibt es auch unter http://www.nexus-android.net/ viele neue Infos. Es gehören dazu biegsame, fingerabdruckresistente Bildschirme, Super-Akkus mit ultralanger Laufzeit, die intelligente Sprachsteuerung wie im Siri-System des iPhone 4S, noch günstigere Android-Tablets, LTE, NFC und die komplette Auslagerung der Daten und auch der Rechenleistung in die Cloud. Auf die meisten dieser Trends ist Android bestens vorbereitet, da es jetzt schon sowohl ultimative Vernetzungsmöglichkeiten als auch höchste Innovationschancen durch die Open Source Entwicklung bietet. Es könnten allerdings noch mehr Patentstreitigkeiten entstehen, die mit ungewohnter Härte zwischen den Technologieführern ausgetragen werden. Denn Android hat alles, was die Zukunft der Kommunikation und Datenverarbeitung ausmacht, gleichzeitig bedient es sich einer langen Reihe von Entwicklungen, die einen beträchtlichen Vorlauf haben, allerdings teilweise von ihren Erfindern und Herstellern nur unzureichend geschützt wurden. Java ist nur eines von vielen Beispielen. Da es hier um milliardenschwere Konzerne geht, die sich auf den Milliardenmärkten der Zukunft bewegen, dürften bei anstehenden Rechtsstreitigkeiten auch härteste Bandagen angelegt werden.

Themen der Berliner droidcon (März 2012)

Die Mobile Seasons GmbH richtet am 13./14.03.2012 bereits zum vierten Mal die droidcon aus, auf der die Android-Trends außerhalb der Anwendungen via Smartphone und Tablets beleuchtet werden. Man setzt für das Jahr 2012 auf folgende Schwerpunkte:
-Home automation (Vernetzung von Kühlschrank, Licht, Waschmaschine, Schlössern, Klimaanlage, Jalousien, Garage und so fort)
-Machine-to-Machine-Lösungen im Automobilbereich
-Android im Business
-VoIP per Android
-Mobile Payment, NFC mit Android
-Medien-Apps
-Games
-Fragmentierung und Forks
Die Vernetzung aller Geräte untereinander dürfte zu den stärksten Trends bei Android gehören, denn hier liegt für die Nutzer der größte Vorteil. Gleichzeitig bedeuten die freien Vernetzungsmöglichkeiten für die Vermarkter auch die größte Hürde beim Generieren von Einnahmen. Apple hat mit seinen untereinander, aber nicht nach außen zu vernetzenden Systemen ein perfektes System geschaffen, das den Nutzer zu immer weiteren Apple-Geräten und -anwendungen motiviert, wenn er die ersten Videos auf das iPad geladen hat. Denn diese bleiben dort oder in der virtuellen Apple-Welt, auf den Windows-PC sind sie nicht zu überspielen. Dasselbe betrifft Dokumente, die Musik über iTunes oder die Apps aus dem App Store. Da Android offen ist, fällt es schwerer, so einfach entsprechende Umsätze zu erzielen. Es bleibt also abzuwarten, wie die künftige Preisentwicklung bei Android-Geräten verläuft, denn irgendwo müssen Gewinne für die Hersteller, Entwickler und nicht zuletzt Google entstehen.
Ich bin ein IT”ler, aufgewachsen mit DOS und Windows 3.1. Nun, im fortgeschrittenen Alter, mache ich meine ersten Schritte in die Welt der Smartphones. Als Open Source Fan bin ich kein Freund von Apples Strategien und seit dem 18. März 2011 stolzer, aber planloser Besitzer eines Nexus S.

nexus-android.net
Norbert Stein
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